Testosteron - Mangelbeschwerden beim Mann
Der Hypogonadismus beim Mann bezeichnet die Unterfunktion der Hoden.
Die Hoden sind u.a. für die Produktion der Androgene (z.B. Testosteron)
zuständig. Beim Mann nimmt die Testosteron-Produktion beginnend
ab dem 40.Lebensjahr kontinuierlich ab. Dies kann zu verschiedenen klinischen
Symptomen führen, die als Testosteron-Mangel-Syndrom zusammengefasst
werde.
Mögliche Symptome eines Testosteron-Mangel-Syndroms:
sexuelle Symptome: Abnahme des sexuellen Interesses/der Libido, der
Anzahl morgendlicher Erektionen, der Potenz, der Schambehaarung
psychische Symptome: Reizbarkeit, Nervosität, Ängstlichkeit,
depressive Verstimmung,
Gedächtnisschwäche, Konzentrationsprobleme
körperliche Symptome: Muskel-, Gelenkbeschwerden, Übermäßiges
Schwitzen, Hitzewallungen,
Schlaflosigkeit, Chronische Müdigkeit, Abnahme der Muskelkraft,
Herz-, Kreislauf-Erkrankungen, Gewichtszunahme, Knochenrückgang
Die Blutentnahme für die Testosteron-Bestimmung sollte zwischen
8:00 und 10:00 Uhr erfolgen. Um Hinweise auf die Ursache eines Hypogonadismus
zu erhalten, wird außerdem das LH (Luteinisierendes Hormon) und
das FSH (Follikel-stimulierendes Hormon) sowie das Prolaktin bestimmt.
Beim altersbedingten Hypogonadismus wird zusätzlich zum Testosteron
das Sexualhormon bindende Globulin (SHBG) gemessen und aus beiden der
Freie Androgenindex (FAI) berechnet.
Bei Androgenmangel und dem Vorliegen von klinischen Symptomen sollte
Testosteron substituiert werden z.B. in Form eines auf die Haut aufzutragenden
testosteronhaltigen Gels. Empfehlenswert ist in der Regel eine Kombination
aus Hormonsubstitution, sportlicher Betätigung und Ernährungsberatung.
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