Quecksilberbelastung
Amalgame sind Legierungen des Quecksilbers mit Silber, Zinn und Kupfer,
die auf Grund ihrer Material-eigenschaften seit langem in der Zahnheilkunde
als Füllmaterial verwendet werden. Ihr breiter Einsatz hat dazu
geführt, dass sie neben der Ernährung eine der Hauptbelastungsquellen
für Quecksilber in der Allgemein-bevölkerung darstellen. Mit
der Quecksilberbelastung aus Amalgamfüllungen werden verschiedene
Symptome in Verbindung gebracht: z.B. Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen,
Depressionen, Haarausfall, Infektanfälligkeit und verschiedene
neurologische Erkrankungen
Kaugummi - Test
Mit diesem Test kann festgestellt werden, ob aus vorhandenen Amalgamfüllungen
Quecksilber in den Speichel entweicht und in den Körper gelangt
sein könnte.
2 Stunden vor Testbeginn nichts essen, vor Testbeginn Mund mit Leitungswasser
spülen, keine Fruchtsäfte, Mineralwasser oder Milch verwenden.
• 5 ml Speichel sammeln (Gefäß 1).
• 5 - 10 min. zuckerfreien Kaugummi intensiv kauen, während
dieser Zeit 5 ml Speichel sammeln (Gefäß 2)
Beurteilung des Testes (nach Prof. Daunderer): Die Füllung(en)
sollte(n) ausgetauscht werden, wenn die Quecksilberkonzentration in
Speichel II mehr als 5 mg/l höher ist als in Speichel I.
Bei Verdacht auf eine chronische Quecksilberbelastung wird der Dimaval
(DMPS) -Test empfohlen.
Dimaval - Test
Dieser Test mit dem Medikament DMPS führt eine teilweise Ausleerung
eventuell vorhandener Schwermetall- bzw. Quecksilberablagerungen aus
dem Körper in den Urin herbei. Zuerst wird Kupfer ausgeschieden,
danach Quecksilber, weiterhin ggf. auch Blei usw..
Wenn dieser Effekt eintritt, empfiehlt sich anschließend eine
längere Behandlung mit DMPS.
• 20 ml Spontanharn vor Testbeginn (Urin 1)
• Einnahme von 3 Kapseln DIMAVAL auf nüchternen Magen (ca.
10mg/kg KG DMPS)
• 20 ml Spontanharn 2 Std. nach der Einnahme (Urin 2)
(Bei niedrigen Zink-Konzentrationen sollte zur Vermeidung eines Zinkmangels
nach dem Test Zink substituiert werden)
zum Aufragsformular
|