Medizinisches Zentrallabor Altenburg
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Melatonin - das Schlafhormon

Melatonin ist ein Hormon, das in der Zirbeldrüse, einem winzigen Teil des Zwischenhirns, produziert wird. Über die Melatoninausschüttung ins Blut wird der Schlaf- Wach-Rhythmus des Menschen gesteuert. Melatonin ist sozusagen die "innere Uhr" des Menschen. Vor allem nachts - in der Dunkelheit - wird viel Melatonin in das Blut abgegeben und es kann seine schlaffördernde Wirkung entfalten. Fällt Licht ins Auge, wird die Ausschüttung ins Blut eingestellt. Die höchste Melatoninproduktion erfolgt im Kindes- und Jugendalter, mit zunehmendem Alter nimmt sie um bis zu 80% ab.

Störungen im Melatoninhaushalt können auftreten:
• bei älteren Menschen durch ungenügende Melatoninproduktion
• bei Schichtarbeitern oder Fernreisenden (Jet-Lag) sowie bei Menschen die durch Stress oder andere Einflüsse einen gestörten Biorhythmus haben
• bei Blinden
Folgen sind häufig Schlafstörungen, aber auch Depressionen oder verminderte Abwehr von Infektionen.

Um zu prüfen, ob nachts ein ausreichender Melatoninspiegel vorlag, wird aus einer Probe des 1. Morgenurins das Melatonin-6-sulfat (ein Abbauprodukt) gemessen.
Sollte ein Mangelzustand nachweisbar sein, so kann durch regelmäßige abendliche Melatoningabe die "innere Uhr" wieder richtig gestellt und mit dem natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus in Einklang gebracht werden. Dadurch kommt es meist zu einer Besserung vieler Beschwerden.

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