Medizinisches Zentrallabor Altenburg
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Laktoseintoleranz

Wenn im Verdauungstrakt Mangel an dem Enzym Laktase besteht, bleiben die Milchzucker- (Laktose-)moleküle  unverdaut  und können nicht resorbiert werden. Sie gelangen so in den Dickdarm, wo sie von Darmbakterien vergoren werden. Die Gärungsprodukte führen zu Symptomen wie Völlegefühl, Blähungen oder krampfartigen Bauchschmerzen. Grundsätzlich ist die Symptomatik variabel, da auch Müdigkeit oder Hypoglykämie ('Unterzuckerung') auftreten können.
Eine Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz) wird verursacht durch den weltweit häufigsten genetisch bedingten Enzymmangel.
Der genetische Test ersetzt den biochemischen Funktionstest, mit dessen Hilfe man nicht zwischen primärer und sekundärer  Laktoseintoleranz (z.B. bei einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung) unterscheiden konnte. Der Gentest erfasst Patienten mit einer angeborenen (primären) Laktoseintoleranz unabhängig vom Alter und anderen Begleiterscheinungen.

Bei Nachweis einer genetisch bedingten Laktoseintoleranz ist die Laktose-freie Diät die einzige Therapieform.

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