Medizinisches Zentrallabor Altenburg
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Homocystein-Vorsorge-Untersuchung

Herz-/Kreislauferkrankungen sind bei uns nach wie vor die Todesursache Nr. 1. Ein erhöhter Homocystein-Spiegel im Blut ist – vergleichbar mit dem seit langem bekannten Cholesterin - ein eigenständiger Risikofaktor für solche Erkrankungen. Die serienmäßige Bestimmung ist mit modernster Labortechnik erst seit relativ kurzer Zeit möglich.

Homocystein entsteht in jeder Zelle unseres Organismus. Es ist ein giftiges Nebenprodukt des Eiweiß-stoffwechsels. Unser Körper muss bemüht sein, diese die Blutgefässe schädigende Substanz so schnell wie möglich zu eliminieren. Das leistet normalerweise eine biochemische Reaktionskette, an der neben verschiedenen Enzymen drei Vitamine der B-Gruppe (B6, B12 und Folsäure) beteiligt sind. Dieser Entgiftungsmechanismus ist allerdings nicht 100%ig sicher: Sowohl erbliche Faktoren als auch individuelle Unterschiede in der Aufnahme der erforderlichen B-Vitamine aus der Nahrung können zum Anstieg des Homocysteinspiegels im Blut führen. Auch bestimmte Krankheiten und die Dauereinnahme verschiedener Medikamente können B-Vitamine verbrauchen, wodurch die Entgiftung gedrosselt werden kann.

Was tun? Aus dem Ergebnis der Blutuntersuchung im Labor leitet sich das weitere Vorgehen ab:

< 8 µmol/l kein erhöhtes Homocystein-abhängiges Risiko

8-10 µmol/l grenzwertiger Befund, schädliche Auswirkungen bereits möglich, Behandlung empfohlen

10-15 µmol/l erhöhter Homocysteinspiegel mit gefäßschädigender Wirkung, Behandlung erforderlich

> 15 µmol/l deutlich erhöhte Homocysteinkonzentration mit deutlich gesteigertem Arteriosklerose-Risiko in den Herzkranzgefäßen, Gehirn usw., Behandlung unbedingt erforderlich.

Etwa 50 % aller Deutschen haben einen Homocystein-Spiegel über 10 µmol/l, und immerhin noch 15 % einen solchen über 15 µmol/l. Ihr behandelnder Arzt wird Ihnen je nach Befund ein Vitaminpräparat empfehlen, das etwa 400 – 1000 µg Folsäure, 2 – 10 mg Vitamin B6 und 3 - 30 µg Vitamin B 12 enthält. Der Therapieerfolg kann durch eine weitere Laboranalyse nachgewiesen werden. Auch die Blutspiegel der genannten Vitamine sollten unter der Behandlung vom Labor gemessen werden, um die Dosis zu prüfen.

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