Medizinisches Zentrallabor Altenburg
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Thrombose-Risiko

Unter Thrombose versteht man die Bildung von Blutgerinnseln in den Blutgefäßen. Am häufigsten geschieht dies in den Venen, vor allem in den Beinvenen. In ungünstigen Fällen löst sich ein solches Blutgerinnsel von der Venenwand ab und wird mit dem Blut bis in die Lunge transportiert, wo es ein oder mehrere Blutgefäße verstopfen kann (Lungenembolie). Das kann zu Atemnot und in schweren Fällen sogar zum Tod führen.

Ursachen der Thrombose:
• verlangsamter Blutfluss, z.B. durch ungenügende Bewegung oder schlechte Körperhaltung (z.B.
längere Bettruhe bzw. Ruhigstellung von Körperteilen, Schwangerschaft, lange Flugreisen, …),
• Veränderung der Blutgefäßinnenwände durch Ablagerungen ("Verkalkung") oder schlechte Nähr-
und Sauerstoffversorgung (z.B. bei hohem Cholesterinspiegel, Diabetes, Bluthochdruck, Übergewicht),
• erhöhte Gerinnungsneigung des Blutes nach Operationen oder Entbindungen oder auch durch
den Einfluß von Medikamenten oder Hormonen ("Pille"),.

Erbfaktoren können das Thrombose-Risiko deutlich erhöhen. Deshalb ist es wichtig, dass Menschen, die erblich bedingt eine erhöhte Thromboseneigung haben, weitere Risikofaktoren minimieren.

Frauen sind von Thrombose häufiger betroffen als Männer. Außerdem steigt unter dem Einfluß von Östrogenen (wichtiger Bestandteil der meisten "Pillen" und der Hormonersatztherapie in den Wechseljahren) das Thromboserisiko leicht an. Bei familiärer Thromboseneigung steigt das Thromboserisiko bei der Einnahme von Östrogenen d e u t l i c h an.
Deshalb sollte vor der Einnahme einer "Pille" bzw. bei Frauen in den Wechseljahren vor einer Hormonersatztherapie das bestehende Risiko für Thrombose abgeklärt werden.
Das erblich bedingte Risiko kann anhand von Laboruntersuchungen eingeschätzt werden.

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